Die Wohnung untervermieten – ist das erlaubt?

Du möchtest deine Wohnung während deines Urlaubs, einer Geschäftsreise oder eines Wochenendtrips untervermieten? Es gibt gewisse Regelungen der einzelnen Städte, die eine kurzzeitige Untervermietung deiner Wohnung über Plattformen wie Airbnb möglich machen – du musst sie nur kennen.

Als Service für Kurzzeitvermietungen haben wir dir hier wichtige Informationen rund um die rechtlichen Regelungen von Home Sharing in den Airhost-Städten zusammengestellt. Check it out!*

Was ist in deiner Stadt erlaubt?

In den meisten Großstädten gibt es sogenannte Zweckentfremdungsverbots-Gesetze, die die Rechtmäßigkeit kurzfristiger Untervermietungen von Wohnraum definieren. Diese sind von Stadt zu Stadt verschieden. Im Folgenden haben wir die uns bekannten Regelungen in den einzelnen Städten zusammengestellt: (*Bitte beachte, dass jede Situation individuell ist und wir von Airhost keine Rechtsberatung geben dürfen, daher bitten wir dich darum, dich selbst über die genaue Situation in deiner Stadt zu informieren. Hiermit geben wir dir lediglich eine Übersicht und teilen Erfahrungswerte.

In München darf die gesamte eigene Wohnung bis zu maximal 8 Wochen im Jahr vermietet werden. Die 8 Wochen können dabei auf beliebig viele kleinere Zeiträume verteilt werden. Einzelne Zimmer der eigenen Wohnung können auch über einen längeren Zeitraum vermietet werden. Auf folgender Seite der Stadt München könnt ihr nachlesen, inwieweit eine kurzzeitige Untervermietung der Wohnung ohne Genehmigung erlaubt ist.

In Berlin gilt ein neues Zweckentfremdungsverbots-Gesetz, welches die Kurzzeitvermietung über Portale wie Airbnb regelt. Durch die neuen Regeln wird Home Sharing in Berlin nun ausdrücklich anerkannt, bedarf jedoch einer Genehmigung und einer Registrierungsnummer, die ab dem 1. August 2018 im Airbnb Profil eingetragen sein muss.

Auf der Airbnb-Website findest du eine umfangreiche Übersicht zu den neuen Regeln. Hier ist auch der Prozess beschrieben, um die Genehmigung und Registrierungsnummer zu beantragen. Zusätzliche Informationen findest du auf der Website der Stadt Berlin, wo du auch die nötigen Antragsformulare findest.

Da für die Genehmigung durch die Stadt eine schriftliche Einverständniserklärung des Vermieters notwendig ist, kläre bevor du den Antrag stellst, ob dein Vermieter der Untervermietung zustimmt (siehe Wohnsituation – Vermieter informieren).

Durch die neue Gesetzeslage reduziert sich die Grenze für Kurzzeitvermietungen auf 56 Tage pro Jahr. Ebenso erfordert sie eine Registrierungsnummer, die durch die Stadt ausgestellt wird. Diese kann sehr unkompliziert und schnell – in der Regel ein Arbeitsaufwand von ca. 10 Minuten – online beim zuständigen Bezirksamt beantragt werden und muss bis zum 1. April 2019 im Airbnb Profil eingetragen sein.

​Die Kurzzeitvermietung einer Nebenwohnung erfordert ebenfalls eine Registrierungsnummer und ist zusätzlich immer genehmigungspflichtig. Sowohl für die Kurzzeitvermietung unter 56 Tagen als auch für längere Zeiträume muss über die Stadt eine Genehmigung eingeholt werden, indem die individuellen Umstände erläutert werden.

Da die Angabe der Registrierungsnummer ab dem 01. April 2019 obligatorisch ist, bitten wir dich, diese vor dem Start unserer Zusammenarbeit zu beantragen, sodass wir alle benötigten Informationen für dein Inserat vorliegen haben.

Diesen Prozess können wir leider nicht für dich übernehmen, stehen bei Fragen aber gerne zur Verfügung. Genaue Informationen zur Beantragung deiner Registrierungsnummer findest du auf der Website der Stadt Hamburg.

Airgreets steht mit dem Amt für Wohnungswesen der Stadt Köln in einem sehr positiven und vertrauensvollen Austausch. Beide Seiten erkennen die Vorteile des Home Sharings an und stehen gleichzeitig gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Eine kurzzeitige Untervermietung der selbstbewohnten Wohnung während eigenen Abwesenheiten ist in Köln bis zu 6 Wochen pro Kalenderjahr erlaubt. Weitere Infos findest du hier. Die Infos zu den 6 Wochen findest du bei der Frage “Ist jede zweckfremde Nutzung automatisch verboten?” Solltest du deine selbstbewohnte Wohnung für einen längeren Zeitraum vermieten wollen, melde dich am besten direkt beim Wohnungsamt und erkläre deine persönliche Situation.

In Düsseldorf sind uns keine entsprechenden Gesetze bekannt. Wende dich bei Fragen bitte direkt an die zuständige Behörde der Stadt Düsseldorf.

In Frankfurt gilt ein Zweckentfremdungsverbots-Gesetz, welches die Kurzzeitvermietung über Portale wie Airbnb regelt. Unser Verständnis ist, dass Home Sharing in Frankfurt anerkannt und mit einer entsprechenden Genehmigung bis zu 8 Wochen im Kalenderjahr erlaubt ist. Wir empfehlen, die definierten Bestimmungen einzuhalten.

Deine Wohnsituation

Bevor es mit der zwischenzeitlichen Untervermietung deiner Wohnung losgeht, solltest du dir Gedanken zu deiner konkreten Wohnsituation machen. Home Sharing ist in Deutschland immer noch relativ neu und unsere Erfahrung zeigt, dass es keine allgemeingültigen Regeln zur kurzzeitigen Untervermietung in Mietverträgen gibt. Daher empfehlen wir dir, aktiv mit deinem Vermieter ins Gespräch zu gehen und auch Nachbarn über eine kurzzeitige Untervermietung zu informieren.

Steuern

Bitte beachte, dass Einnahmen durch die Vermietung von Wohnungen grundsätzlich steuerpflichtig sind. Kontaktiere bei Fragen hierzu am besten einen Steuerberater.

Mehr zum Thema – Was ist Responsible Home Sharing?

Home Sharing bedeutet übersetzt so viel wie: Das Teilen des eigenen Zuhauses. Wir verstehen Home Sharing daher so, dass der Bewohner seine Wohnung während eigenen Abwesenheiten kurzzeitig untervermietet und die Wohnung danach weiterhin selbst bewohnt. Ein typisches Beispiel für Home Sharing ist daher die Vermietung der eigenen Wohnung während des Sommerurlaubs, einer Geschäftsreise oder einem Auslandsaufenthalt. In unserer heutigen, globalen Welt, in der das Reisen immer erschwinglicher und das Arbeiten von verschiedenen Orten populärer wird, gewinnt auch Home Sharing an Bedeutung. Wichtig hierbei ist, dass man gewisse Dinge beachtet, um verantwortungsbewusst und ohne Benachteiligung von Betroffenen handelt. Responsible Homesharing gewährleistet die zwischenzeitliche Vermietung der eigenen Wohnung, unter Berücksichtigung aller Beteiligten Parteien – den Gästen, den Nachbarn, dem Vermieter, der Stadt und dem Staat. Beim Home Sharing handelt es sich ausdrücklich nicht um die dauerhafte, kurzzeitige Vermietung von Wohnraum. Wer beispielsweise eine Wohnung kauft und diese längerfristig in eine Ferienwohnung umwandelt, ist laut unserer Definition kein „Homesharer“.

Du benötigst Hilfe?

Telefon

+49 (0)152-3730 9160
+49 (0)7261-4071 293

E-Mail

service@air-host.de